27.10.2019

Ladja´s Erste im Weihnachtsmodus

...gleich an 4 von 8 Brettern zeigten sich die Ladjaner in Geber-Laune! Damit ist natürlich nichts zu holen. Dabei wäre gegen die Gäste aus Heusenstamm absolut ein Sieg möglich gewesen.

Leider ging es für unser Brett 3 recht schnell. Der alte Routinier Klaus Klundt forcierte ohne Umwege eine Bauerninitiative am Königsflügel und holte den ersten Punkt für die Gäste. Doch zu diesem Zeitpunkt zeigte sich bereits, dass an vielen anderen Brettern eher Ladja dominierte. Einzig Leonid sowie ProfDoc zeigten erste Schwächen. Ersterer am eigenen Königsflügel, letzterer in einer deutlich eingeengten und Entwicklungs-benachteiligten Stellung.

Einmal mehr zeigte Maurice, dass er mit weiß auch gegen deutlich höher gesetzte Spieler zielsicher Raum- und Stellungsvorteil erspielen kann. Doch letztlich fand er keine Fortsetzung, kam 2 mal in Zeitnot und lenkte dann, zur Verblüffung vieler, in das Remis ein. (Tatsächlich war es wohl das Beste, was er tun konnte: wenn es schlecht läuft, lehnt der Gegner ab und Maurice zieht aufgrund der erneut aufkommenden Zeitnot den Kürzeren.) 
An Brett 1 erarbeitete sich Vladi ein theoretisch wohl gewonnenes Endspiel mit Mehrbauer. Doch auch er ließ die korrekte Abwicklung vermissen und es blieb bei einer Punkteteilung.
Carsten dominierte in einer auf fast ganzer Breite festgefahrenen Stellung die a-Linie, verschenkte diese aber unnötig und bog damit leider ebenfalls zielsicher ins Remis ab. Auch er hätte "eigentlich" gewinnen müssen: Ein fast 100 Punkte besseres Rating und ein rechnerischer Stellungsvorteil von knapp 1.5 Bauern, das darf man nicht so leicht verschenken!
Ralf besaß gewinnbringendes Figurenspiel, war sich dessen aber nach einer kleinen Ungenauigkeit wohl selbst nicht mehr sicher genug und sah sich danach leider auf der Verliererstraße wieder. Wahrscheinlich der vom gemeinen Kiebitz als "am sichersten eingeschätzte Punkt" für Ladja ging somit also auch flöten.
Christian hingegen nutze seinen Raumvorteil am Damenflügel plötzlich recht schnell und ohne großen Widerstand zum vollen Punkt. Zusätzlich erkämpfte sich ProfDoc in beiderseitiger Zeitnot dann doch noch den Sieg. Damit verzeichnete Ladja 3,5 Punkte (bei faktisch weiteren 2,5 möglichen, von denen ein halber das Mannschaftsremis und ein ganzer bzw. zwei halbe den Mannschaftssieg bedeutet hätten); schade, wenn nicht sogar ärgerlich.
Somit wird am Ende lediglich der für die Gäste doch sehr glückliche Mannschaftssieg in die Schachgeschichte eingehen.

Trotz alle dem behauptet Ladja damit Platz 4 in der noch recht jungen Tabelle - das ist aufgrund der bisherigen Gegner recht beachtlich. Sicherlich treffen sich am freitäglichen Spielabend einige der hier aufgeführten Akteure, für eine Aufarbeitung - Kiebitze willkommen!

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