09.10.2022

3. Spieltag der Hessischen Schachklassen (Bezirkspressewart)

 


In der Hessenliga bleibt Griesheim nach der deftigen Niederlage gegen die Schachabteilung des Frankfurter TVs nicht mehr in der Erfolgsspur. Das deutliche ½ : 7½ ist teilweise bestimmt dem Umstand geschuldet, dass man drei Stammspieler ersetzen musste und Frankfurt durchgehend stärker aufgestellt war, fällt aber doch etwas hoch aus. Frankfurt spielte vorab zweimal 4:4 und ist nun dank besserer Brettpunkte vorrübergehend sogar erster der Hessenliga, während Griesheim im Mittelfeld trotz der Niederlage Tuchfühlung zu den ersten Plätzen hält.

SV Griesheim 1976 1-Sabt Frankfurter TV 1860 10.5 : 7.5
Braun, Vitali - Hagner, Bennet ½:½
Liard, Thibaud - Foerster-Yialamas, Lucas 0:1
Hahn, Werner - Telljohann, Sven 0:1
Spitzl, Philipp - Brüggemann, Ludger 0:1
Höck, Raimund - Diyap, Murat 0:1
Allmann, Thorsten - Artola Pola, Gerardo 0:1
Díaz, Joaquín - Rondonuwu, Grover 0:1
Debortoli, Roberto - Lillo Castany, Victor 0:1

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In der Verbandsliga Süd kann Langen I. weiterhin als Aufsteiger überzeugen. Mit dem 4:4 gegen Niederbechen unterstreicht man die Tauglichkeit für die Klasse und den beachtlichen Start. Nach drei Spieltagen ohne Niederlage kann man den Klassenerhalt fast schon abhaken - aber nur fast. Es ist noch früh in der Saison und aus vielen Sprintern sind zum Schluss dann eben doch keine Marathonläufer geworden.

Mit einer erneuten Auswärtsniederlage begeht Ladja Roßdorf den dritten Spieltag. Bei den starken und um den Aufstieg wohl mitspielenden Flörsheimern kam man über ein 5:3 nicht hinaus, was im Hinblick auf die Knappheit des Ergebnisses wenigstens einen Achtungserfolg gegen den Favoriten darstellt.

Das Schachforum meldet sich vollzählig und sogleich mit einem 5:3 Heimerfolg aus den beiden durch personelle Engpässe geprägten Niederlagen aus den ersten zwei Runden zurück - und das gegen die Aufstiegskandidaten Bensheim. In meiner Vorhersage hatte ich Darmstadt noch als eine der Mannschaften genannt, die um den Aufstieg mit Bensheim und Flörsheim mitspielen könnten. Das wurde nun im ersten Spiel, das man vollzählig und in Stammbesetzung antrat auch unterstrichen. Doch auch wenn man Bensheim nun ein weiteres Bein stellen konnte, glaube ich nicht mehr, dass es für einen Aufstieg reicht. Man hat teilweise schon vier Punkte Rückstand und die Brettpunkte sind dank einer kampflosen Niederlage sehr schlecht.

Gernsheim zittert sich zu einem 4.5 : 3.5 gegen Lindenholzhausen. Nachdem man schnell 4 Brettpunkte auf seiner Habenseite zählen konnte, gelang Lindenholzhausen beinahe die Aufholjagd, ehe spät das erlösende Remis auf dem Papier stand. 

SC Flörsheim 1921 1-SC Ladja Roßdorf 15 : 3
Ruppert, Wolfgang - Kroder, Johannes 1:0
Stegmaier, Alexander - Euler, Stephan ½:½
Specht, Christian - Büse, Ralf ½:½
Lahr, Markus - Meyer, Christian 1:0
Vega Lopez de Nava, Cesar Octavi - Held, Carsten 0:1
Pötschke, Wolfgang - Held, Maurice ½:½
Beerbower, James - Theobald, Fabian ½:½
Budde, Michael - Gürtler, Karlheinz 1:0

 

SK Langen 1-SK Niederbrechen 1948 14 : 4
Özdemir, Ali Özden - Garzinsky, Dominik 0:1
Reisch, Stefan - Schmidt, Markus ½:½
Kürschner, Matthias - Schupp, Tobias 0:1
Kürschner, Liam - Meffert, Matthias ½:½
Thomas, Tobias - Egenolf, Dirk ½:½
Koschinski, Willi - Rudolph, Lukas 1:0
Koholka, Jan - Ries, David ½:½
Renk, Jonas - Rabiya, Karim 1:0

 

Schachforum Darmstadt 1994 1-Sges Bensheim 1931 15 : 3
Gramlich, Sebastian - Keller, Yannik ½:½
Siegert, Gregor - Wenner, Tobias 1:0
Rechel, Ralf - Stelzer, Harald 0:1
de Reuter, Uwe - Bosbach, Gerhard ½:½
Eck, Mathias - Riebel, Werner ½:½
Gersmann, Kai - Plenio, Herbert 1:0
Seehaus, Bernhard - Uhl, Michael ½:½
Wiewesiek, Timo - Hempel, Manfred 1:0

 

SK 1980 Gernsheim 2-SC Königsflügel Lindenholzhausen 1979 14.5 : 3.5
Di Capua, Francesco Stefano - Weisser, Wolfgang ½:½
Wenzel, Calvin - Diefenbach, Christoph 1:0
Kühner, Tobias - Hallmann, Oliver 0:1
Müller, Markus - Stuhlmann, Felix 0:1
Wasserrab, Martin - Stuhlmann, Florian 0:1
Krinke, Michael - Fischer, Gerd 1:0
Zwerenz, Alexander - Schäferbarthold, Rudolf 1:0
Müller, Tobias - Scherber, Bernhard 1:0

 

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In der Landesklasse Süd haben beide Starkenburger Vertreter ihre Spiele gewonnen. Rödermark/Eppertshausen machte es hierbei in Hattersheim mit nur sieben Mann knapp. Doch zum Schluss steht ein 3½ : 4½ zu Buche gegen nicht ganz in Bestbesetzung angetretene Hattersheimer, die sich noch ohne Punkt langsam als Abstiegskandidat etablieren. 

Wie Rödermark/Eppertshausen am ersten Spieltag, gewinnt Babenhausen gegen Kelsterbach hoch mit 6 : 2. Insbesondere die vorderen fünf Bretter zeigten sich hierbei als zu stark für Kelsterbach. Mit den weiteren zwei Punkten kann Babenhausen einen erfolgreichen Start in die Saison vermelden und macht wichtigen Boden für den Klassenerhalt gut, während Kelsterbach neben Hattersheim wohl deutliche Probleme bekommen wird im weiteren Verlauf der Saison.

 

SC 1979 Hattersheim 1-SG Rödermark/Eppertshausen 13.5 : 4.5
Gerstner, Wolfgang - Tennstedt, Andreas 1:0
Armbruster, Alexander - Bösch, Dirk +:-
Busch, Malte - Bach, Christopher 0:1
Fischer, Roger - Bach, Michael ½:½
Wilke, Tabea - Richter, Thomas 0:1
Bernhardt, Michael - Geringer, Waldemar ½:½
Gerstner, Felix - Thole, Markus ½:½
van Bömmel, Philipp - Vollbrecht, Christoph 0:1

 

SC FK Babenhausen 1994 1-SV 1920 Kelsterbach 16 : 2
Fritsch, Marcus - Nagel, Matthias 1:0
Ries, Jutta - Markic, Mario +:-
Wuerl, Roland - Djakovic, Alexander Sasa 1:0
Diehm, Alexander - Sinanovic, Sinan 1:0
Mohr, Justus - Gidinceanu, Paul 1:0
Mohr, Thomas - Köstler, Peter ½:½
Jäger, Fabian - Pavlidis, Alexandros 0:1
Haas, Vanessa - Hofmann, Werner ½:½

 

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Steffen Heß

Pressewart

Starkenburger Schachresultate von Heute (Bezirkspressewart)

 


Der 2. Spieltag der Saison 2022/23 ist nun auf Bezirksebene gespielt. Zu Beginn möchte ich wieder etwas die Mathematik bedienen und über die Anzahl der kampflosen Bretter Aufschluss geben. Ich denke, dass mit mit dem Anteil an kampflosen Brettern die Lage um den Bezirk und dessen Vereine abschätzbar ist, wenn auch nur grob und nicht abschließend.

Bei aktueller Meldelage der Ergebnisse des 2. Spieltags (zwei Paarungen fehlen weiterhin) wurden 9 von 91 Partien nicht ausgetragen bzw. kampflos gewertet, also 9,9% der Spiele. Das ist fast deckungsgleich mit dem ersten Spieltag und soweit erst mal erfreulich, da sich die Zahl nicht merklich erhöht hat. Hierbei wurden allerdings kampflose Absagen ganzer Mannschaften nicht mit einbzeogen - es geht rein um die wirklich ausgetragenen Wettkämpfe. Rechnet man diese ein, verschlechtert sich die Zahl erheblich, verfälscht aber auch etwas den Blick auf die Lage, den ich dadurch ziehen möchte. Fazit ist und bleibt vorerst: Das Interesse der Spielleute scheint weiterhin gegeben zu sein.

 

Besonders in der Starkenburgliga fallen aber die kampflosen Bretter ins Gewicht, da hier nur 24 Partien pro Spieltag überhaupt anstehen. So traten heute sowohl Reinheim/Groß-Bieberau als auch Groß-Zimmern zum wiederholten Male nicht vollzählig an. Beim Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften gab es ein hart ausgefochtenes 4:4. Zu Beginn stand es dank zwei freigelassener Bretter 1:1, ehe die Gastgeber das Punktekonto auf 3½ : 1½ hochschraubten. Groß-Zimmern gelang die Aufholjagd beinahe perfekt, da man in den verbliebenen drei Partien zweieinhalb Punkte holen konnte. Während Reinheim/Groß-Bieberau sich somit nach der ersten Niederlage zurückmeldet, kann Groß-Zimmern auf einen soliden Start mit 3 Punkten aus zwei Spielen verweisen. 

Groß-Umstadt hat den Ausrutscher am ersten Spieltag wohl gut verdaut und meldet sich ebenfalls mit dem zu siebt erspielten, hohen 5½ : 2½ Heimsieg gegen Langen II. zurück, wenn auch die Gäste stark ersatzgeschwächt waren. Das Ergebnis, sowie der Umstand vier Stammspieler ersetzen zu müssen, machen keinen guten Start für Langen zu erkennen. Ob Groß-Umstadt nun in den Aufstiegskampf mit eingreift, bleibt trotzdem fraglich, da man sich in der kurzen Spielzeit der Starkenburgliga keine Ausrutscher erlauben darf. Es muss nun gegen die Konkurrenz weiter voll gepunktet werden, sollte man denn aufsteigen wollen.

Neuer Tabellenführer indes ist aber Gernsheim III., die ihr erstes Auswärtsspiel beim Schachforum II. knapp mit 3½ : 4½ gewinnen konnten. Das entscheidende Zünglein an der Waage ist der kampflose Punkt am letzten Brett - ich sagte ja, die kampflosen Bretter fallen in der Starkenburgliga ins Gewicht. Neben Gernsheim ist nun nur noch Breuberg verlustpunktfrei, aber deren erste Mannschaft durfte heute dank spielfrei von der Ferne aus zusehen.

SC Reinheim/Groß-Bieberau I. - SC Groß-Zimmern I.    4 : 4 
SC Groß-Umstadt I. - SK Langen II. 5½ : 2½
Turm Breuberg I. spielfrei    
Schachforum Darmstadt II. - SK 1980 Gernsheim III.  3½ : 4½

 

In der Bezirksklasse nimmt sich TEC Darmstadt I. der zugeschriebenen Rolle des Aufstiegsfavoriten weiter an. Mit dem deklassierenden 6:1 gegen Schachforum Darmstadt III. setzt man ein klares Zeichen und erobert nun den ersten Platz. Dort ist man mit 2 Punkten Vorsprung der Konkurrenz schon nach dem zweiten Spieltag etwas davongelaufen.

Darunter zähle ich nach wie vor die Verfolger aus Weiterstadt. Die Weiterstädter haben heute allerdings nicht gerade überzeugend daheim 4:3 gegen Ober-Ramstadt gewinnen können, auch wenn so die ersten Punkte gesammelt worden sind. Ober-Ramstadt bleibt nach der Niederlage heute und dem noch nicht gespielten Wettkampf der ersten Runde gegen Langen III. punktlos.

Langen ist ebenfalls noch punktlos, da mir hier kein Ergebnis gegen Bad König I. vorliegt.

Und noch eine weitere Mannschaft bleibt nach zwei Spieltagen ohne Punkte: Babenhausen II. kann weiterhin noch keinen Fuß in der diesjährigen Bezirksklasse fassen und verliert den Auswärtskampf in Schaafheim mit 4:3. Letztere verbessern sich nach der groben Auftaktniederlage damit zwischenzeitlich sogar auf den 3. Platz.   

TEC Darmstadt I. Schachforum Darmstadt III. 6 : 1
Weiterstadt I. SC Ober-Ramstadt I. 4 : 3
SK Langen III.  - SC Bad König I.  
SG Schaafheim - SC FK Babenhausen II. 4 : 3

 

Im ersten Abstiegskampfspiel (nach meiner Prognose - wie immer nicht zu ernst nehmen das ganze) der A-Klasse geht der SK Dieburg I. gegen Weiterstadt II. mit 4:2 siegreich hervor. Das verschafft Dieburg etwas Luft, während Weiterstadt den Schwung aus der Spaßsaison bislang nicht mitnehmen konnte. 

Nach der Zwangspause am ersten Spieltag fuhr Rödermark/Eppertshausen II. heute den ersten, standesgemäßen Sieg gegen die Gäste vom TEC Darmstadt II. ein. Beim 4:2 war auch das kampflos abgegeben erste Brett kein Hindernis. Die zweite Mannschaft des TEC gesellt sich nun aber ohne Zählbares zu Weiterstadt II., sodass das spielfrei am nächsten Spieltag vielleicht als willkommene Verschnaufpause gesehen wird.

Pfungstadt I. gewinnt das erste Heimspiel der Saison gegen Breuberg II. knapp mit 3½ : 2½. Ausschlaggebend kann hierbei gewesen sein, die überraschend starken jungen Leute an breubergs Brettern 2 und 5 im Zaum gehalten zu haben. Damit grüßt Pfungstadt zunächst von der Tabellenspitze.

Groß-Zimmern II. zeigt zur ersten Mannschaft in der Starkenburgliga Parallelen auf und tritt, wie der Gegner und Gastgeber des Spieltages Münster, mit einem Mann weniger an. Nach dem anfänglichen 1:1 wurde lediglich eine Partie nur mit Remis beendet und die restlichen gewonnen, sodass ein solider 1½ : 4½ Auswärtssieg auf dem Papier steht.

Spielfrei heute hatte Gernsheim IV. 

 

SG Rödermark/Eppertshausen II. - TEC Darmstadt I.  4 : 2
SK Pfungstadt I.  Turm Breuberg II. 3½ : 2½
SK Dieburg I.  SC Weiterstadt II.    4 : 2
SC Münster I. - SC Groß-Zimmern II. 1½ : 4½
SK Gernsheim IV.   spielfrei  

 

In der B-Klasse gab es mit der Absage von Gernsheim V. die erste komplett kampflos abgegebene Begegnung der Saison. Gegen Schaafheim II. konnte man keine Mannschaft aufstellen, sodass die Schaafheimer mit 5:0 gewinnen. Das hilft letzteren nach einer deutlichen Niederlage im ersten Spiel sehr weiter, sich tabellarisch zu verbessern. Gernsheim hat allerdings nach dem spielfrei in Runde 1. keinen guten Start erwischt. Ich hoffe, dass in Zukunft die Mannschaft spielen kann und das nur eine einmalige Sache bleibt.

Aufstiegsaspirant Roßdorf konnte heute zwar entspannen, bekommt aber mit Groß-Umstadt II. vielleicht einen Gegner im Aufstiegsrennen. die Groß-Umstädter bezwangen heute Babenhausen III. wieder recht souverärn mit 3½ : 1½ und sind nun erster. 

Schachforum Darmstadt IV. gewinnt gleich hoch daheim gegen Breuberg III. und von der Paarung Griesheim II. - Bad König II. fehlt mir immer noch die Meldung.

 

SG Schaafheim II. SK Gernsheim V. 5 : 0 (kl) 
Groß-Umstadt II. SC Babenhausen III.  3½ : 1½
Schachforum Darmstadt IV. Turm Breuberg III. 3½ : 1½
SV Griesheim II. SC Bad König II.   
Ladja Roßdorf II. - spielfrei   

 

Die C-Klasse kann weiterhin mit dem Umstand glänzen, alle Partien auszuspielen - wenn man von der kampflosen Absage von Babenhausen IV. absieht, die damit Weiterstadt III. zu zwei Punkten verhelfen.

Langen IV. gewinnt das nächste Spiel gegen Schachforum Darmstadt VI. mit 1:3 ohne Stammbesetzung, was mir den Verdacht erhärtet, eine "Strohmannbesetzung" gemeldet zu haben, um flexibel die Bretter vergeben zu können. Ohne das wertend zu meinen, wird mir die Taktik dahinter für die C-Klasse trotzdem nicht ganz klar. Es wird aber berechtigten Gründe dafür geben.

Rödermark/Eppertshausen gewinnt mit dem typischen Ergebnis der C-Klasse daheim gegen Groß-Zimmern III. 3:1 und Gernsheim VI. entführt mit einem 1½ : 2½ erfolgreich zwei Punkte von Schachforum Darmstadt V. Hier gab es ein wohl selten in der C-Klasse zu sehendes Remis.

 

SC Weiterstadt III.  SC Babenhausen IV.  4 : 0 (kl)
Schachforum Darmstadt V.  SK Gernsheim VI. 1½ : 2½
SG Rödermark/Eppertshausen III.  - SC Groß-Zimmern III. 3:1 
Schachforum Darmstadt VI. SK Langen IV.  1:3

 

Steffen Heß

Pressewart

26.09.2022

Erster Spieltag im Bezirk Starkenburg (Bezirkspressewart)

 

Und so schnell er kam und so sehr man dem Start der neuen Saison entgegen fieberte, so fix ist auch der erste Spieltag gespielt. Vorweg möchte ich anmerken, dass ein Neuntel der angesetzten Partien heute kampflos gewertet werden mussten. Das liegt im Vergleich zu früheren Spielrunden ungefähr im erwartbaren Schnitt - ist also doch erst mal positiv aufzunehmen, denn das deutet darauf hin, dass das Interesse an der normalen Saison doch gegeben und hoch ist. Hoffen wir, dass es sogar noch besser wird oder zumindest auf diesem Niveau bleibt.

Sollte sich kein reger Widerstand der treuen Leserschaft erheben, werde ich der Übersichtlichkeit und Länge des Ligakommentars wegen auf Nennung von Einzelergebnissen und Tabellen verzichten (zumindest vorest, denn nach dem ersten Spieltag macht das noch nicht viel Sinn mMn). Diese kann jeder bei Bedarf in unserer Ergebnisdatenbank nachschauen. Auf überregionaler Ebene werde ich diese aber noch einbinden, da es dort nicht den Rahmen sprengen würde.

 

Fehlen in der folgenden Aufzählungen Mannschaften, liegt das an noch nicht vorliegenden Ergebnissen. Das werde ich dann bei Zeit nachreichen. 

 

In der Starkenburgliga gab es heute zum Saisonstart sogleich ein paar Überraschungen - sofern man meinen Vorhersagen und Prognosen Gewicht verleihen und Vertrauen schenken mochte. Unter anderem geriet die sonst eher solide spielende Mannschaft aus Reinheim/Groß-Bieberau beim Auswärtsspiel gegen nicht in Stammbesetzung antretende Gernsheimer mit 6:2 ziemlich unter die Räder. Das dürfte aber auch dem Umstand geschuldet sein, dass man nur zu sechst antreten konnte. 

Zu siebt und daher ebenso unvollständig empfing Groß-Zimmern I. die von mir zum Aufstiegsaspiranten erklärten Groß-Umstädter. Die Gastgeber konnten aber um 14 Uhr einen 4½ : 3½ Heimerfolg vermelden. Hervorzuheben ist hierbei der Umstand, dass Groß-Zimmern alle ausgespielten Schwarzpartien für sich entscheiden konnte. Das sieht man auch nicht alle Tage.

Der weitere von mir erkorene Aufstiegskandidat Breuberg I. hat sich beim Schachforum Darmstadt II. mit 3:5 durchsetzen können, auch wenn mir berichtet wurde, dass Darmstadt zwischenzeitlich an vier Brettern sehr gut stand und dadurch äußerst gute Chancen gehabt hätte, die Begegnung anders zu gestalten.

Fehlt in der Aufzählung nur noch Langen III., die sich heute nochmal mit spielfrei begnügen mussten und erst beim nächsten Spieltag am 09. Oktober eingreifen dürfen.

SK 1980 Gernsheim III.  - SC Reinheim/Groß-Bieberau I.    6 : 2 
SC Groß-Zimmern I.  - SC Groß-Umstadt I. 4½ : 3½
Schachforum Darmstadt II. Turm Breuberg I.    3 : 5
SK Langen II. - spielfrei  

 

Die Bezirksklasse wartete zum Auftakt sogleich mit dem Spitzenspiel Weiterstadt I. - SAbt TEC Darmstadt I. auf, das die Darmstädter Gäste mit 2½ : 4½ für sich entscheiden konnten. Damit macht der TEC einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg, während Weiterstadt nun auf Ausrutscher der Konkurrenz bei eigenen Siegen rechnen muss. Aber noch ist hier nichts entschieden, ein entscheidendes Spiel gegen Bad König steht ja im November aus. Bad König I. selbst hat seine heutige Aufgabe gegen Schaafheim I. souverän bestanden, auch dank zweier kampfloser Punkte. 

Babenhausen II. wurde heute beim Heimspiel gegen das vom Vorsitzenden angeführte junge Team Schachforum Darmstadt III. fast gänzlich aufgerieben. Die 1½ : 5½ Niederlage tut zum Beginn der Saison bestimmt weh, während das Schachforum für seine Investition in die jungen Leute weitere Früchte einfährt.

 

SC Weiterstadt I. TEC Darmstadt I. 2½ : 4½ 
SC Ober-Ramstadt I.  SK Langen III.  
SC Bad König I.  - SG Schaafheim 4½ : 2½
SC Babenhausen II. - Schachforum Darmstadt III. 1½ : 5½

 

In der A-Klasse gab es für Bezirksklassenabsteiger Gernsheim IV. einen knappen Auswärtssieg gegen Groß-Zimmern II. Beide Mannschaften spielten nicht komplett und rangen bei gerade mal vier ausgespielten Partien um die beiden Punkte. Am Ende wurde Gernsheim aber seiner Favoritenrolle gerecht und gewann 2½ : 3½.

Während mein prognostizierter Favorit Rödermark/Eppertshausen II. dank heutigem spielfrei noch nicht ins Spielgeschehen eingreifen konnte, liefen die anderen Begegnungen schon in die von mir anvisierte Richtung: Breuberg II. bezwingt Dieburg I. mit 4½ : 1½ deutlich. Unter anderen punkteten hier insbesondere die beiden "Youngster mit den niedrigen Wertungszahlen" voll und sicherten so den Mannschaftssieg. Wie angekündigt, darf man diese dann wirklich nicht unterschätzen. Pfungstadt I. gewinnt beim TEC Darmstadt II. knapp mit 2½ : 3½. Ein Ergebnis, das nach meiner Vorhersage, dass sich die zweite Mannschaft des TEC eher auf den Klassenerhalt fokussieren muss, erwartbar war, aber doch etwas knapper ausfiel.

Nach dem überzeugenden Gesamtsieg der Spaßsaison hagelte es heute für Weiterstadt II. die erste Niederlage seit langem. Die Gäste aus Münster gewannen 2:4.

 

TEC Darmstadt I.  - SK PfungstadtI.  2½ : 3½
Turm Breuberg II. SK Dieburg I.  4½ : 1½
SC Weiterstadt II. SC Münster I.     2 : 4
SC Groß-Zimmern II. - SK Gernsheim IV. 2½ : 3½

 

"Auch die B-Klasse wird von neun Mannschaften ausgefüllt. Hier sind die Spielstärken ziemlich ausgeglichen verteilt", schrieb ich die Woche und die beiden 2½ : 2½ zwischen Babenhausen III. - Schachforum Darmstadt IV. und Breuberg II. - Griesheim II. sollten mir soweit mal recht geben. Hier sticht dennoch das deutliche 4½ : ½ von Groß-Umstadt II. gegen Schaafheim II. heraus. Schaafheim trat dabei nur zu viert an und konnte den Groß-Umstädtern nicht mehr Widerstand leisten. 

Außerdem schrieb ich: "lediglich Roßdorf II. mit einem Schnitt von 1624 hebt sich deutlich als stärkstes Team hervor." und auch hier wurde ich ob meiner Vorhersage nicht enttäuscht. Roßdorf II. gewinnt dementsprechend standesgemäß und klar mit 1:4 auswärts bei Bad König II., auch wenn man nicht in gemeldeter Stammbesetzung antreten konnte.

 

SC Groß-Umstadt II. SG Schaafheim II.  4½ : ½ 
SC Babenhausen III. Schachforum Darmstadt IV.  2½ : 2½
Turm Breuberg III. SV Griesheim II. 2½ : 2½
SC Bad König II. Ladja Roßdorf II.    1 : 4
SK Gernsheim V. - spielfrei   

 

Die C-Klasse ist beim ersten Spieltag der Saison die bislang beste Klasse mit Blick auf kampflos gewertete Bretter. Lediglich eine Partie wurde nicht gespielt und ging an Langen IV. beim 1:3 Auswärtserfolg in Babenhausen. Hier ist zu bemerken, dass die Lagener nicht mit einem der gemeldeten Leute antraten, immerhin sitzen vorne 2000 und 1330 DWZ-Spieler an den ersten beiden Brettern, was mich noch überrascht hatte, denn für die C-Klasse ist das deutlich zu stark.

3:1 scheint auch das Lieblingsergebnis der weiteren Mannschaften zu sein, denn jede andere Begegnung endete so. Leider kann ich zu der als Anfänger- und Kinderliga hauptsächlich fungierenden C-Klasse keine weiteren sportlichen Einschätzungen geben, da hier auch oft noch das Glück die Spiele entscheidet. Erfreulich zu nennen ist aber, dass die Kinder Spielmöglichkeiten bekommen und diese auch vorbildhaft nutzen. Weiter so!

 

Schachforum Darmstadt V.  Schachforum Darmstadt VI.  3:1 
SK Gernsheim VI. SG Rödermark/Eppertshausen III.  1:3 
 SC Groß-Zimmern III. - SC Weiterstadt III.  1:3 
 SC Babenhausen IV. SK Langen IV.  1:3

 

Steffen Heß

Pressewart

Der gestrige Spieltag auf Hessenebene (Bezirkspressewart)

 

2. Spieltag der hessischen Spielklassen:

Auch der zweite Spieltag der überregionalen Klassen bietet einige interessante Begegnungen und bemerkenswerte Ergebnisse. 

 

In der Hessenliga durfte Griesheim I. heute nach Gießen reisen. Die Gießener sind denkbar schlecht in die Saison mit einer 1½ : 6½ Niederlage gestartet und auch gegen Griesheim nominell der Underdog. Der heutige 3:5 Auswärtssieg Griesheims ist daher auch nicht verwunderlich und kann daher ebenfalls unter der Kategorie "must win" eingeordnet werden. Nach zwei Siegen in den ersten Spielen steht Griesheim oben im Tabellenfeld und kann sich langsam auf die härteren Gegner vorbereiten.

Ergebnisse & Tabellen der Hessenliga: hessen.portal64.de

SK 1858 Gießen 1-SV Griesheim 1976 13:5
Derichs, Roger - Grabarczyk, Bogdan 0:1
Konrad, Lutz - Braun, Vitali 0:1
Eckhardt, Thorsten - Liard, Thibaud ½:½
Bahlo, Jens - Köhler, Ronald 0:1
Kruskic, Mirsad - Hahn, Werner 0:1
Bicer, Himmet - Spitzl, Philipp ½:½
Mamous, Ahmad - Debortoli, Roberto 1:0
Pflüger, Gregor Frank - Allmann, Thorsten +:-

 

In der Verbandsliga Süd gab es heute auch einige Überraschungen und gibt mir zu bedenken, dass ich an meinen Prognosen in dieser Klasse besser nochmal schrauben sollte. Fangen wir mit schlechten Nachrichten an: Schachforum Darmstadt I. verliert sein heutiges Spiel gegen Lindenholzhausen kampflos mit 8:0. Grund des Nichtantretens waren nicht zu lösende Personalprobleme - was nun schon das zweite mal ist, das Darmstadt hiermit zu kämpfen hat und deswegen das Spiel verlor. Um den Aufstieg spielt man jetzt definitiv nicht mehr mit, dafür bräuchte es eine regelrechte Kehrtwende und entsprechende Ergebnisse der Konkurrenz. Stattdessen muss man nun aufpassen so nicht noch zum Sorgenkind der Klasse zu werden.

Auch Gernsheim kann heute nach dem Auswärtsspiel in Dietzenbach nichts zählbares vorweisen. Bei beidseitig einem freien Brett und mit jeweils drei Ersatzleuten behielten die Schachfreunde aus Dietzenbach beim 4½ : 3½ letztendlich die Oberhand. Das wirft Gernsheim ins Mittelfeld zurück und die Dietzenbacher setzen ihre Erfolgsserie gegen Starkenburger Teams fort.

Erfreulicher gestaltet sich da der Auftakt für Langen, die heute Ligafavorit und Aufstiegskandidat Bensheim mit 3½ : 4½ auswärts bezwingen konnten. Insbesondere die ersten drei Bretter fertigten dabei Bensheims Elite mit 3:0 regelrecht ab und waren so Garant für den Auswärtssieg. Das zeigt nochmals, dass mit Langen zu rechnen ist und man den Aufsteiger nicht unterschätzen darf. 

Auch Roßdorf kann sein zweites Spiel gewinnen, wenn auch maßgeblich auf kampflosen Punkten aufbauend. Denn Bad Soden trat nur zu fünft an, während Roßdorf immerhin mit sieben Mann spielen konnte. Das hieß zu Beginn 3:1 Führung für Roßdorf, die in den verbliebenen vier Spielen weitere 2 Punkte zum 5:3 einfahren konnten.

Ergebnisse & Tabellen der Verbandsliga: hessen.portal64.de

SAbt SG 1945 Dietzenbach 1-SK 1980 Gernsheim 24.5:3.5
Reuss, Christian - Di Capua, Francesco Stefano -:+
Schaaf, René - Borchert, Rene +:-
Gerstmann, Frank - Wenzel, Calvin 0:1
Schaaf, André - Wasserrab, Martin 1:0
Kvesic, Vedran - Krinke, Michael ½:½
Behler, Matthias - Rosenberger, Frank 1:0
Hastenrath, Teja - Tietzen, Stefan 0:1
Kripp, Wolfgang - Steinmetz, Rainer 1:0

 

Sges Bensheim 1931 1-SK Langen 13.5:4.5
Keller, Yannik - Eurich, Jannik 0:1
Wenner, Tobias - Özdemir, Ali Özden 0:1
Stelzer, Harald - Serbu, Elias 0:1
Bosbach, Gerhard - Kürschner, Matthias 1:0
Kargoll, Herbert - Thomas, Tobias 0:1
Riebel, Werner - Kürschner, Liam 1:0
Plenio, Herbert - Karl, Florian 1:0
Uhl, Michael - Franz, Attila ½:½

 

SC Ladja Roßdorf 1-SC Bad Soden 15:3
Kunin, Leonid - Gruebner, Christopher -:+
Kroder, Johannes - Martin, Reiner +:-
Euler, Stephan - Rödiger, Thomas ½:½
Büse, Ralf - Deppe, Leo +:-
Meyer, Christian - Dietz, Gerolf 0:1
Held, Carsten - Veenstra, Sander +:-
Held, Maurice - Muntean, Radu-Liviu ½:½
Gürtler, Karlheinz - Minov, Hristo 1:0

 

Beim direkten Duell der Starkenburger Vertreter in der Landesklasse Süd gab es heute ein hart ausgefochtenes 4:4 bei gerade mal zwei Remisen an den Brettern. Babenhausen dürfte sich vielleicht ärgern, da man wohl leicht favorisiert gewesen ist, denn Rödermark/Eppertshausen trat nämlich nicht in Bestbestzung an. Ob das Mannschaftsremis Rödermark/Eppertshausen oder Babenhausen viel weiterhilft, bleibt abzuwarten. Denn der Punkt könnte im Abstiegskampf zu wenig sein, sich aber andererseits bei entsprechenden Konstellationen als Rettungsanker erweisen. Wie das 4:4 schlussendlich einzuordnen ist, muss mit dem weiteren Verlauf der Saison für beide Mannschaften verglichen werden. Momentan unterstreicht das für beide einen erfreulichen, soliden Start ohne Niederlage in die Saison. 

Ergebnisse & Tabellen der Landesklasse Süd: hessen.portal64.de

 

SG Rödermark/Eppertshausen 1-SC FK Babenhausen 1994 14:4
Bach, Christopher - Fritsch, Marcus 1:0
Richter, Thomas - Ries, Jutta 0:1
Kondziela, Andreas - Wuerl, Roland 0:1
Geringer, Waldemar - Diehm, Alexander 0:1
Thole, Markus - Mohr, Justus ½:½
Roth, Jürgen - Mohr, Thomas 1:0
Vollbrecht, Christoph - Jäger, Fabian 1:0
Schösser, Manfred - Schönfeld, Nico ½:½

 

Steffen Heß

Pressewart

25.09.2022

Roßdorf 2 startet stark


Endlich wieder eine ganz normale Saison, hoffentlich. Wie traten Heute in Bad-König an, wenn auch mit 3 Ersatzleuten. Andreas und Andreas (wirklich) gewannen ihre Partien an den Spitzenbrettern. Philipp, unser Neuzugang vom Ortskernfest, gewann an Brett 3 ebenfalls. Kleiner Schönheitsfleck an Brett 4 die Niederlage von Klaus. Dafür musste ich (kdfb) an Brett 5 selbst ran (9 Uhr in Bad-König, mitten in der Nacht). Aber wenn schon, dann wollte ich auch gewinnen. Es gelang und mit einem 4:1Sieg konnten wir nach Hause fahren. Für Prognosen zum Saisonverlauf ist es noch ein wenig früh, aber der Anfang ist gemacht.

11.09.2022

Die Hessischen Ligen haben begonnen (Bezirkspressewart)

In der Hessenliga hat Griesheim sein ersten Heimspiel gegen Brett vorm Kopp Frankfurt mit 5:2 gewonnen. Frankfurt, eine der wohl nicht ganz so spielstarken Teams in der Hessenliga, war wohl heute auch eine Pflichtaufgabe, da nur 5 Gäste den Weg nach Griesheim fanden. Selbst wurde nur zu siebt angetreten, sodass es zu einem beiderseits freigelassenen Brett kam.

SV Griesheim 1976 1-SC Brett vorm Kopp Ffm 15:2
Braun, Vitali - Kiss, Gergely 1:0
Grabarczyk, Bogdan - Karabalis, Harilos -:-
Liard, Thibaud - Wendel, Stephan ½:½
Köhler, Ronald - Prenzler, Daniel +:-
Hahn, Werner - Steudel, Max 1:0
Spitzl, Philipp - Kues, Hendrik +:-
Díaz, Joaquín - Rüger, Erhard ½:½
Mensing, Michael - Hinz, André 0:1

Link zur Tabelle und Einzelergebnissen: hessen.portal64.de

 

Die Verbandsliga Süd ist auch beim ersten Spieltag für Gernsheim II. ein gutes Pflaster. Der Gast aus Bad Soden wurde beim Heimspiel mit 4½ : 3½ niedergerungen. Dabei lieferten die angereisten Bad Sodener nicht nur gute Gegenwehr, sondern einen offenen Schlagabtausch, wie meine Quellen berichten. Von Turmopfer, Dameneinsteller und Zeitnot war in der Begegnung alles drin, doch behielten die favorisierten Gernsheimer die Oberhand und dürfen sich über die ersten zwei Punkte und einen gelungenen Einstand in die Saison freuen.

Ladja Roßdorf hingegen fährt nach einer 4½ : 3½ Niederlage ohne zählbares aus Niederbrechen heim. Mit nur sieben Mann angereist und einem Punkt von Beginn an hinterherlaufend, war auch der Umstand, dass Niederbrechen nicht in Bestbesetzung antreten konnte anscheinend nicht genug, um aufzuholen. Das spricht leider nicht wie erhofft für gelöste Personalprobleme aus der letzten Saison, doch ist das erst mal nur eine Momentaufnahme, die von außen nicht überbewertet werden sollte.

Auch das Schachforum greift zum Beginn der Saison erst mal mit 3½ : 4½ hinter sich. Das vermeintlich stark ersatzgeschwächte Darmstädter Team empfing ebenso schlimm ersatzgeschwächte Dietzenbacher, die aber das glücklichere Ende des Mannschaftskampfes auf ihrer Seite hatten. Ich schreibe absichtlich vermeintlich, da es nicht die Ersatzleute waren, die die entscheidenden Punkte an diesem Spieltag haben liegen lassen. Auch hier bleibt der unglückliche Einstand in die neue Runde aber erst mal eine Momentaufnahme, doch sollten sich hier anhaltende Personalprobleme ankündigen, sehe ich Darmstadt definitiv nicht mehr um den Aufstieg mitkämpfend.

Aufsteiger Langen hat die Begegnung mit Lindenholzhausen und damit das erste Spiel in der Verbandsliga Süd siegreich beendet. Beim knappen, aber souveränen 5 : 3 Heimsieg gab es lediglich eine Verlustpartie, bei drei eigenen Siegen. Darauf lässt sich aufbauen, sofern man denn die von mir zugeschriebene Rolle als frecher Aufsteiger ausfüllen möchte.

SK 1980 Gernsheim 2-SC Bad Soden 14.5:3.5
Di Capua, Francesco Stefano - Gruebner, Christopher 1:0
Nies, Peter - Martin, Reiner 1:0
Kühner, Tobias - Rödiger, Thomas 0:1
Müller, Markus - Deppe, Leo ½:½
Wasserrab, Martin - Dietz, Gerolf ½:½
Krinke, Michael - Grossjohann, Daniel 1:0
Koepke, Gernot - Veenstra, Sander ½:½
Wilke, Markus - Muntean, Radu-Liviu 0:1

 

SK Niederbrechen 1948 1-SC Ladja Roßdorf 14.5:3.5
Schmidt, Markus - Galkin, Wladislaw 0:1
Garzinsky, Dominik - Kunin, Leonid +:-
Meffert, Matthias - Kroder, Johannes 0:1
Schupp, Tobias - Meyer, Christian 1:0
Rudolph, Lukas - Held, Carsten ½:½
Egenolf, Dirk - Held, Maurice ½:½
Beinrucker, Clemens - Theobald, Fabian 1:0
Ries, David - Gürtler, Karlheinz

½:½

 

Schachforum Darmstadt 1994 1-SAbt SG 1945 Dietzenbach 13.5:4.5
Siegert, Gregor - Schaaf, René 0:1
Rechel, Ralf - Hankel, Dennis 0:1
Eck, Mathias - Schaaf, André ½:½
Tibke, Jonas - Behler, Matthias ½:½
Cors, Heinz-Friedrich - Kripp, Wolfgang 0:1
Kopp, Peter - Kage, Burkhard 1:0
Bier, Bela - Thomae, Klaus 1:0
Remscheid, Torsten - Schulz, Patrick ½:½

 

SK Langen 1-SC Königsflügel Lindenholzhausen 1979 15:3
Eurich, Jannik - Weisser, Wolfgang 0:1
Özdemir, Ali Özden - Glöckler, Christian ½:½
Reisch, Stefan - Diefenbach, Christoph ½:½
Kürschner, Matthias - Stuhlmann, Felix 1:0
Thomas, Tobias - Stuhlmann, Florian 1:0
Koschinski, Willi - Fischer, Gerd ½:½
Franz, Attila - Scherber, Bernhard ½:½
Renk, Jonas - Jung, Hans-Bert 1:0

 

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In der Landesklasse Süd sind sowhl die SSG Rödermark/Eppertshausen als auch Babenhausen gut gestartet. Rödermark/Eppertshausen überrollte dabei beim ersten Heimspiel der Saison den Gast aus Kelsterbach verlustpunktfrei (4 Siege, 4x Remis) mit 6 : 2. Insbesondere die vorderen Bretter hatten mit einer Punktausbeute von 3½ aus 4 hierbei maßgeblichen Anteil am Sieg.

Auch Babenhausen sicherte sich einen ersten Achtungserfolg mit dem 4 : 4 gegen die hochfavorisierten Gegner aus Mörlenbach-Birkenau, die allerdings nicht in Bestbesetzung antraten, sondern drei Ersatzleute brauchten. Gerade diese Ersatzspieler ließen dann genügend Federn, sodass Babenhausen einen Punkt für den Klassenerhalt gewinnt.

Schachspielgemeinschaft Rödermark/Eppertshausen 1-SV 1920 Kelsterbach 16:2
Bösch, Dirk - Nagel, Matthias 1:0
Tennstedt, Andreas - Markic, Mario 1:0
Bach, Christopher - Djakovic, Alexander Sasa 1:0
Bach, Michael - Sinanovic, Sinan ½:½
Richter, Thomas - Grätzer, Stefan 1:0
Kondziela, Andreas - Gidinceanu, Paul ½:½
Thole, Markus - Köstler, Peter ½:½
Penzel, Frank - Meier, Jürgen ½:½

 

SC FK Babenhausen 1994 1-Freibauer Mörlenbach-Birkenau 24:4
Wuerl, Roland - Dittmar, Peter 0:1
Ries, Jutta - Felgendreher, Heiko 1:0
Mohr, Justus - Arani Far, Babak 0:1
Diehm, Alexander - Schäfer, Michael ½:½
Mohr, Thomas - Wohlfart, Paulus 0:1
Jäger, Fabian - Kohani, Sohrab ½:½
Salecker, Phil - Weber, Stefan 1:0
Riegelbeck, Christian - Brust, Olaf 1:0

 

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Steffen Heß

Pressewart Bezirk Starkenburg

 

17.07.2022

40 Jahre Schach in Roßdorf


 In wenigen Minuten, am 18.7. wird der Schachclub Roßdorf 40 Jahre alt.Ebenfalls seit 40 Jahren bin ich jetzt im Vorstand dieses Clubs. Über die ersten 30 Jahre findet sich auf dieser Seite oben eine Chronik.

Als Kneipenverein gestartet, zum Vorzeige-Schachjugend-Club, Bundesweit für unsere Mädchenarbeit bekannt, sind wir Heute ein eher kleiner Verein. Das zeigt allerdings auch, wie abhängig man von einzelnen Aktiven ist. Trotz Corona leben wir noch und das wird hoffentlich auch so bleiben.

Es war mir 40 Jahre lang eine große Freude (zumindest meistens).

Klaus-Dieter Fuchs-Bischoff

Gründer des SC "Ladja" Roßdorf


15.07.2022

Für die Nachwelt


 Mein Gegner war behilflich (ohne Absicht), ich konnte zum Glück ein Foto von der Endstellung machen..

05.07.2022

Stefan, der Heinerfest-Schachbär


 Diesmal hat er ein großes Turnier gespielt (auch wenn das Bild nicht ganz aktuell ist). Unter 140 Teilnehmenden landete er mit 7 aus 9 auf Platz 5.

Damit gewann er auch die Seniorenwertung sowie seine Ratingklasse. Ganz nebenbei wurde er auch Bezirksmeister im Schnellschach.

Das gewonnene Preisgeld reicht knapp für ein Essen zu zweit, Getränke sind da nicht mehr drin.

22.05.2022

Heinerfest-Schach Corona-Regeln


 Die Coronaregeln für das Turnier am 2. und 3.7. in Darmstadt wurden aktualisiert. Unter diesen Bedingungen komme ich gerne (nicht alleine).

In die im Dezember 2021 veröffentlichte Ausschreibung für den 29. Heinerfest-Schachpokal am 2. und 3.7.2022 fanden die seinerzeit gängigen Hygiene- und Infektionsschutzregelungen Eingang.

"Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie, haben die Organisatoren des Turniers diese Regelungen deutlich modifiziert.

Das Heinerfest-Turnier wird unter Maßgabe der gültigen gesetzlichen Regelungen auf der Bundes-, Landes- und Kommunalebene veranstaltet. Über diesen Rechtsrahmen hinaus wird es keine weiteren Bestimmungen - etwa im Zuge des Hausrechts - geben.

Wir empfehlen zwar weiterhin ausdrücklich aussagefähige und zeitnahe Corona-Tests, um eine mögliche Infektion festzustellen und ggf. zu überprüfen und halten auch das Tragen einer Maske im Raum und/oder am Brett für eine geeignete Maßnahme, ein fraglos bestehendes Infektionsrisiko zu verringern. Beide Maßnahmen sind jedoch alleine ins Ermessen und in die Eigenverantwortung der einzelnen Personen gestellt. Seitens der Turnierorganisation wird es nach aktuellem Stand hierbei keine Auflagen oder Kontrollen geben."

Soweit der Text von Bezirkspressewart Holger Bergmann,

kdfb

28.04.2022

DSAM Darmstadt 17.-19.6.


 Das zweite und vielleicht schon letzte Vorrundenturnier zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft findet in Darmstadt statt. Meldeschluss ist der 18.5. die Ausschreibung hier.https://www.dsam-cup.de/ausschreibung.php.

31.03.2022

Kinder- und Jugendtraining ab 30.4.

 

Ab Ende April starten wir wieder mit Samstagstraining von 10 Uhr bis 11.30 Uhr im Bürgerzentrum in der Darmstädter Straße. Wenn das klappt, überlegen wir auch wieder Richtung Mittwoch und Freitag,

08.03.2022

Heinerfest-Turnier 2022

 

Offene Starkenburger Schnellschach-Meisterschaft

Modus:       9 Runden Schnellschach beschleunigtes Schweizer System. Die Bedenkzeit beträgt 30 Minuten pro Spieler und Partie. Es gelten die FIDE-Regeln mit Anhang A (Schnellschach) und Richtlinie III.5 (Endspurtphase). Die Wartezeit gemäß Artikel 6.7.1 beträgt 30 Minuten nach Spielbeginn. Die Mitnahme abgeschalteter Handys ins Turnierareal gemäß Artikel 11.3.2.1 wird toleriert, sofern sie nicht direkt am Körper getragen werden.

Ort:            Altes Schalthaus, Großer Saal, Rodensteinweg 2, 64293 Darmstadt

Anmeldung: Überweisung an: Schachforum Darmstadt 1994 e.V., IBAN DE84508501500000633305

                      Mail an: heinerfest-schachpokal@gmx.de Online unter: http://schachverein-griesheim.de.

Startgeld:  Erwachsene: 10,-- Euro bei Voranmeldung, sonst 15,-- Euro

Jugendliche: 5,00 Euro bei Voranmeldung, sonst 10,-- Euro
Titelträger (GM, IM, FM) sind startgeldfrei.
Voranmeldung bis 30.6.2022 mit reduziertem Startgeld möglich. Die Teilnehmerzahl kann auf 130 Spieler begrenzt werden.

Info:           Holger Bergmann, Mail: heinerfest-schachpokal@gmx.de

Preise:        1. Platz: 200,-- Euro (Sparkassen-Preis), 2. Platz: 130,-- Euro, 3. Platz: 100,--Euro
                  4. Platz: 70,-- Euro, 5. Platz 50,-- Euro.

  1. Rating- und Sonderpreise: in jeder Gruppe/Kategorie 30,-- Euro/20,-- Euro
    Ratinggruppen (DWZ; falls nicht vorhanden ELO, ggf. Selbsteinstufung):
    1900 – 2199, 1600 – 1899, 1300 – 1599, 1000 – 1299, keine - 999

    Sonderpreise:
    Jugend (Stichjahr: 2000 und jünger)
    Damen
    Senioren (Stichjahr: 1960 und älter)

    Erste und zweite Rating- bzw. Sonderpreise gibt es nur bei mindestens drei bzw. fünf Teilnehmern in der jeweiligen Kategorie. Bei Punktgleichheit entscheidet die Buchholzwertung; ist diese identisch, gilt das Sonneborn-Berger-System als Drittwertung, danach werden die Preise bei noch immer gleicher Wertung geteilt. In Zweifelsfällen erhält man einen Rating- vor einem Sonderpreis. Mehrfachgewinne sind nicht möglich. Preise werden nur bei Anwesenheit des Gewinners vergeben.

    Terminplan:

                         Samstag, 2. Juli 2022:

                         13:30 Uhr: Meldeschluss, Registrierung
                         14.15 Uhr Begrüßung
                         14:30 Uhr – 18:15 Uhr: Runde 1 bis 4

                         Sonntag, 3. Juli 2022:

                         10:00 Uhr – 15:45 Uhr: Runde 5 bis 9
                         17:00 Uhr. Siegerehrung

16.01.2022

Vorerst kein Schach in Starkenburg

 

Ein außerordentlicher Bezirkstag am 26.2. (online)soll das weitere Vorgenhen mit den Vereinen abstimmen, Das haben wir Gestern im Bezirksvorstand beschlossen. Hier die komplette Meldung von Holger Bergmann:

"In einer Vorstandssitzung hat der Schachbezirk 6 am 15.1. entschieden, die für die Saison auf Bezirksebene geplanten Spieltage am 23.1., 13.2., 27.2. und 13.3.22 abzusagen. Auch die Termine des Viererpokals sind bis 31.3. abgesagt.

Über den weiteren Fortgang der bis einschließlich März unterbrochenen Saison soll zwischen dem Bezirksvorstand und den Vereinen auf einem außerordentlichen Bezirkstag am 26.2. um 14 Uhr beraten werden. Eine denkbare Option ist auch eine verkürzte Saison mit einem veränderten Modus.

Das Treffen findet als Online-Konferenz per Zoom statt. Die Einladung mit den konkreten Einwahldaten erfolgt rechtzeitig durch Michael Bach über seinen Mailverteiler an die Vereine.

Den regulären Bezirkstag mit den erforderlichen Wahlen plant der Vorstand als Präsenzveranstaltung am 16.7. - bei gutem Wetter ggf. im Freien."

31.12.2021

Heinerfest-Schachturnier 2022

 

Bezirkspressewart Bergmann schrieb:

"Der 29. Heinerfest-Schachpokal soll nach der Corona-bedingten Pause in den Jahren 2020 und 2021 im kommenden Jahr ausgetragen werden. Die offene Starkenburger Schnellschach-Meisterschaft ist am 2.7. und 3.7.2022 angesetzt.

 Eine wichtige Änderung betrifft das Spiellokal. Anstatt im langjährigen Austragungsort Abendgymnasium Darmstadt wird das Turnier im Alten Schalthaus, Rodensteinweg 2, 64293 Darmstadt in der Waldkolonie ausgetragen. Der dortige Große Saal des Bürgerhauses ermöglicht ein gemeinsames Turnier in einem Spielsaal unter optimalen räumlichen Bedingungen. Die Termine im Alten Schalthaus sind perspektivisch zunächst bis 2024 für das Heinerfest-Turnier reserviert."

Ob der neue Austragungsort weit weg vom eigentlichen Volksfest wirklich toll ist, scheint mir eher fraglich. Andererseit können wir froh sein, sofern überhaupt was geht.

 


23.12.2021

Frohe Weihnachten

 

Allen Mitgliedern und allen Schachspielerinnen und Schachspielern frohe Weihnachten, verbunden mit der Hoffnung auf einen Neubeginn in 2022.

28.11.2021

Spieltag 5.12. abgesagt


 Der komplette Spieltag wurde sowohl auf Hessenebene als auch im Bezirk abgesagt. Verwunderlich ist das nicht, würde ich sagen. Wann und wie es weitergeht, wird sich zeigen, Grund zu übertriebenem Optimismus besteht nicht. Ob alle Vereine Corona übestehen, scheint mir zweifelhaft.

01.11.2021

Saisonauftag in der Verbandsliga Süd - mit altbekannten Schwächen

Die saisonale Ausgangslage der Verbandliga Süd liest sich mit der Brille eines Ladjaners garnicht so schlecht: im DWZ-Schnitt ist deutlich mehr Luft nach unten als nach oben. Dies bescheinigt auch das Ligaorakel, denn eine Abstiegsgefährdung für Ladja sieht der simulierte Saisonverlauf noch nicht einmal im Ansatz. Das stimmt beruhigend, das nimmt Druck raus.

Mit diesen vertrauensförderlichen Eckdaten reiste Ladja´s erste Mannschaft nach gut 2-jähriger Schach-Abstinenz zum Saisonauftakt nach Frankfurt gegen Matt im Park. Allerdings zeigte sich schon zu diesem Zeitpunkt Altbekanntes, da nicht die Bestbesetzung den Kampf aufnehmen würde und Fabian für Leonid aufrückte. Dieser erste Wehrmutstropfen wurde bereits 8 Minuten nach offiziellem Start des Wettkampftages vor allem für Christian versüßt, den kampflosen vollen Punkt im Gepäck verabschiedete er sich schnell in den freien Sonntagnachmittag. Ein guter Start, der auch die Zweifler aufgrund der Abwesenheit von Leonid milde stimmte...

An den verbliebenen Brettern begann es dann durchaus zufriedenstellend; ruhig und unspektakulär. Lediglich Prof-Doc und Carsten ließen früh Prognosen zu - von denen sich leider keine "so" bewahrheiten sollte. Ersterer gewann bereits früh zumindest optische Überlegenheit und behielt diese bis tief ins Mittelspiel, kam aber über ein Remis nicht hinaus. Die anschließende Analyse zeigte zwar keinen klaren Gewinnweg, aber es erscheint unklar, ob eine Schach-Engine uns nicht doch schnell und auch für Humanoide leicht ersichtlich das Gegenteil beweist. Letzterer war offensichtlich noch nicht wirklich in der neuen Saison angekommen und gönnte sich, obgleich mit weiß spielend, schon nach wenigen Zügen eine schrecklich verlorene Stellung.

Einen überzeugenden Start-Ziel-Sieg möchte man lediglich dem an Brett 1 angetretenen Ladjaner bescheinigen: souverän holte Wladi den vollen Punkt. Jonny verkeilte bei gegenläufiger Rochade die eigene Königsstellung gleichermaßen sicher sowie elegant und bließ sodann erfolgreich zum Halali. Fabian wickelte (zu schnell) in ein zahlenmäßig gleiches Endspiel, in welchem aber die zerrupfte Bauernstellung für seinen Gegner zur leichten Fingerübung wurde, ab. Ralf bewegte sich in persönlich heimischen Gefilden. Sowohl eröffnungs- als auch ergebnistechnisch in bekannten Fahrwassern, bot er eine Punkteteilung an, um kurze Zeit nach der Ablehnung die Flügel zu strecken. Auch dies ein für die geneigten Leser nicht gänzlich neues Muster. Ein ähnlich zu kommentierendes Bild ergab sich für Maurice: ungefährdete positionelle Stellung mit leichter Initiative, welche mangels Plan nicht zum gewünschten Ergebnis führte. Dabei stimmt die erkennbare Spielfreude, auch mal unkonventionell oder gar forsch den eigenen Vorteil zu suchen, positiv für die Zukunft...

Aber es sollte sich noch ein weiteres "Muster", eine weitere Schwäche, materialisieren. Da es der Gegner an Brett 3 vermissen lies, den berühmt-berüchtigten Sack frühzeitig zuzumachen, kämpfte sich Carsten wieder ins Spiel. Als letzte noch laufende Partie stand diese dann sogar eine gute Weile auf Sieg - unstrittig. Mit einer Reihe von starken Zügen sicherte er die Dominanz und hätte den vollen Punkt zum Mannschaftsieg beisteuern können. Doch wiederholt zeigte er Schwächen in der Variantenberechnung, lies an wichtigen Stellen die stärkste Fortsetzung aus - oblgleich er sich dies sogar leisten konnte. Spät am Schachabend platzierte sein Gegner dann eine letzte Finte (Weiß am Zug):

Dem Schach ausweichen bringt garantiert mindestens den halben Punkt, die verbundenen Freibauern auf der 6. (und dann schnell 7.) Reihe könnten vielleicht sogar den Sieg für Weiß bringen - so die Denke am Brett... Mit Txf5 sichert sich Weiß allerdings quasi sofort den Gewinn! Das Motiv dabei ist klar: Der schwarze König und die sodann auf b1 befindliche Dame stehen ungünstig und Weiß kann dies im Zusammenspiel zwischen Springer und Turm nutzen. Zudem ist der g-Bauer weit. So die Denke am Brett - unter hoher Zeitnot und zu weit fortgeschrittener Stunde also: Txf5!   Und dann?  Und dann...  😬😨  ...und dann Tf7 🙈   Tf3 wäre die korrekte Fortsetzung gewesen. (Ja, auch b7 anstelle eines Turmzuges hätte ebenfalls gewonnen. Aber da war die Zeitnot schon zu groß und die Idee König und Dame auf der b-Linie zu fangen, schon zu dominant.)

Es blieb also bei 3,5 - sehr ärgerlichen - Punkten.

Das Ligaorakel bleibt trotz dieser unnötigen Niederlage (sehr) optimistisch und sieht für Ladja vorerst weiterhin keinerlei Wolken am Verbandsliga-Himmel. Schon am kommenden Sonntag geht es in Gernsheim gegen deren zweite Mannschaft. Auch hier gibt es laut verfügbaren Statistiken keinerlei Gründe, nicht selbstbewusst anzutreten. Aber es muss - wie auch bereits in abgelaufenen Saisonen, mehr Leistungsstabilität ins Team! Es wird spannend bleiben...



30.10.2021

Hessische Schachligen legen los

 

Pünktlich zu Halloween werden auch beim Schach in Hessen die Uhren neu eingestellt. Nach 20 Monaten Pause geht in der Hessenliga, sowie den Verbands- und Landesligane der Spielbetrieb wieder los.Roßdorf spielt wieder in der Verbandsliga Süd und beginnt Morgen in Frankfurt. Wie stark die einzelnen Mannschaften nach der Pause sind, wird sich zeigen.

Im Bezirk Starkenburg geht es erst am 5.12. wieder an die Bretter. Die Zahl der Teams und der gemeldeten Spielerinnen und Spieler ist deutlich kleiner geworden.